Vortragsreihe in der Bündner Herrschaft
Januar bis März 2009
Die Bibel ist das meistübersetzte und meistverkaufte Buch der Welt. Fromme wollen sie kennen. Forscher betreiben Textarchäologie mit ihr. Werber fleddern sie für träfe Sprüche. Die Bibel. In Zürich wurde sie eben wieder frisch übersetzt. Bei vielen steht sie auf dem Tablar und wird doch selten aufgeschlagen. Sie ist der wohl bekannteste Fall einer grossen Unbekannten.
Dieser grossen Unbekannten wollen wir uns an vier Abenden nähern. Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, als Reisende, durch Kunst und Musik sowie im Rahmen einer Dichterlesung. Kommen Sie mit und entdecken Sie die Bibel neu.
Der erste Vortrag in der Reihe ist am Freitag, 23. Januar um 20 Uhr im Pfrundhaus in Maienfeld:
Terra incognita
Die weggestellte Bibel als unbekannte Welt
Wie lese ich eigentlich die Bibel? Wo kann ich anfangen? Wie soll ich bloss mit ihr umgehen? Die schlechte Nachricht, dass niemand sie kennt, ist auch die gute Nachricht, dass alle in ihr etwas zu entdecken haben: Seit unsere Welt keine weissen Flecken mehr hat, ist die Bibel terra incognita: das Land, das zu entdecken sich Leute wie Marco Polo, Columbus oder Magellan einst in Abenteuer gestürzt haben. Es gibt noch was zu entdecken: die Bibel als eine Welt, vollgestopft mit Landschaften aller Art, mit langweiligen Ebenen und spannenden Schluchten, irrsinnigen Aussichtspunkten und ekligen Sümpfen, lieblichen Gärten und verführerischen Oasen, strengen Wüsten und modernen Städten.
Matthias Krieg, Alttestamentler, Germanist und Erwachsenenbildner, wird uns auf diese terra incognita vorbereiten: mit einer Packliste und einem Reiseführer. Reisen und entdecken muss dann jede(r) selbst, denn so hat auch jede(r) selbst die Lust und den Spass am Entdecken.
(17.01.2009)